Vanessa und Andrea mit Prof. Dr. Heike Gfrereis und Dr. Dietmar Jaegle

Wie man die Muße zum Beruf macht

Von Andrea Kilian und Vanessa Karl

Im Interview mit Frau Prof. Dr. Gfrereis und Herrn Dr. Jaegle von den Literaturmuseen in Marbach hatten wir das Gefühl, dass sich hier zwei Menschen in ihrer Liebe für die Literatur begegnen und zugleich den Raum öffnen, denn fast jeder zweite Satz war zugleich ein Zwiegespräch mit einem berühmten Literaten. Wir waren ganz begeistert von der Leichtigkeit ihres intellektuellen Ping-Pongs.

Als MitarbeiterIn des Literaturmuseums sollte man die Literatur lieben und ein Grundverständnis in Literaturtheorie und Philosophie mitbringen. Über den/die Schriftsteller/-in und sein/ihr Werk hinaus, sollte man sich mit der Kunst und Musik der Zeit beschäftigen. Die studierten Literatur- und Kunstwissenschaftler kamen durch Stellenanzeigen und Ausschreibungen an ihren heutigen Job.

Denkmal für Friedrich Schiller auf der Schillerhöhe
Denkmal für Friedrich Schiller auf der Schillerhöhe

Zu ihren Tätigkeiten gehören die Entwicklung und Betreuung der Ausstellungen sowie die Betreuung der Publikationen. Beide haben nur ein Praktikum gemacht, Herr Jaegle sogar im Deutschen Literaturarchiv Marbach, wohin es ihn nach zehn Jahren im Verlag wieder zurückzog.
Was sie den Studierenden raten würden?

Lernen Sie zu schreiben, lesen Sie viel und üben Sie das Texten. Lernen Sie zumindest eine Sprache richtig.

Man sollte über den Tellerrand hinausschauen und vielseitig interessiert bleiben. Der Beruf darf dabei nicht immer im Vordergrund stehen. Es gilt das Motto: Viel hilft viel. Dabei ist natürlich von Wissen und Interesse die Rede. Das gilt nicht nur für den Bereich der Literaturvermittlung, sondern bereichert auch den Alltag.