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„Now you’re in New York.“

Von Claire Roder

„Now you’re in New York. These streets will make you feel brand new. Big lights will inspire you…“

Seit etwas mehr als zwei Wochen lebe ich nun in einer der wohl aufregendsten Städte der Welt, der Stadt, die nie schläft: New York City. Alicia Keys hat schon recht, wenn sie singt, dass die Stadt inspirierend ist. Das ist sie. Magisch, atemberaubend, aber manchmal auch etwas widerlich.

Ich bin nach New York gekommen, um dort ein dreimonatiges Praktikum in der Sprachabteilung des Goethe Instituts zu machen. Bisher musste ich viele Listen schreiben (was manchmal etwas langweilig sein kann). Ich durfte aber auch schon mit zu einem Seminar an der NYU und nehme an Besprechungen teil, wo ich mich auch kritisch einbringen darf.

Natürlich mache ich nicht nur spannende Sachen, aber das habe ich auch nicht erwartet. Für mich ist es extrem bereichernd, einen Einblick in die Kulturarbeit zu bekommen. Wenn mein Mitpraktikant und ich Fragen zum Institut oder den Aufgaben haben, bekommen wir immer ehrliche Antworten.

Ich finde es unglaublich faszinierend, dass es das Institut überall auf der Welt gibt und die Mitarbeiter untereinander sehr gut vernetzt sind. Erst dieses Wochenende fand ein Seminar statt, an dem Mitarbeiter aus Instituten aus ganz Nordamerika teilnahmen.

Claire an ihrem Arbeitsplatz
Claire an ihrem Arbeitsplatz

Unterschätzt habe ich allerdings, wie anstrengend ein fester Tagesplan sein kann. Ich muss in der Regel von 9:00-17:30 Uhr arbeiten und manchmal auch an Wochenenden. Anfangs war mein Ziel, nach der Arbeit noch so viel wie möglich von New York zu sehen, aber ich bin meistens so fertig, dass ich nur noch heimgehe und mich hinlege. Dafür versuche ich, an den Wochenenden so viel wie möglich aufzusaugen.

Seit dem 1. September 2016 gibt es eine Vergütung für ein Praktikum am Institut. Uns wurde gesagt, dass wir mit 300€ monatlich rechnen könnten. Davor gab es keinerlei Geld, was in New York ziemlich unangenehm sein kann. Um so ein Praktikum zu machen, sollte man also im Voraus sparen und sich für ein Stipendium bewerben. Mein Aufenthalt wird vom DAAD unterstützt (400 € monatlich und knapp 600 € Reisekostenzuschuss).

Natürlich ist die Sprachabteilung nicht der einzige Bereich im Institut. Zusätzlich gibt es noch die Bibliothek, das Kulturprogramm und das Schüleraustauschprogramm GAPP. Wenn man sich bewirbt, muss man sich für eine Abteilung entscheiden.

Ich persönlich kann bisher jedem ein Praktikum am Goethe-Institut ans Herz legen. Die Praktika gehen in der Regel drei Monate und man kann sich wirklich überall auf der Welt bewerben. Gerade in New York kann man Glück haben, da die hohen Lebenserhaltungskosten viele Studierende abschrecken und es dementsprechend gar nicht so viele BewerberInnen gibt, wie man denkt.

Also: Give it a try! Diese Erfahrung kann einem keiner mehr nehmen und im Lebenslauf macht sich ein Praktikum am Goethe-Institut auch nicht schlecht.