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Nicht unterkriegen lassen!

Von Doreen Externest und Claire Roder

Mit rund 170 Mitarbeitern und um die 800 Projekte im Jahr, gehört die Robert Bosch Stiftung in Stuttgart zu den großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland.

Maria Trini, Mitarbeiterin im Zentralbereich (Controlling) und Tobias Nerl, Projektleiter im Bereich Gesundheit, raten Studierenden der Geisteswissenschaften zwar ihren inhaltlichen Interessen nachzugehen, aber auch die ein oder andere Weiterbildung zu sogenannten „soft skills“ an der Universität wahrzunehmen; sei es zum Thema Gesprächsführung, Präsentation, Argumentation oder Ähnliches. Beide sind der Meinung, dass solche Kompetenzen frühzeitig im Berufsleben benötig werden.

Frau Trini leitete schon während ihrer Studienzeit Opernprojekte und absolvierte diverse Praktika in Kultureinrichtungen – Tätigkeiten und Erfahrungen, die zu einer Assistenz-Stelle in der Robert Bosch Stiftung führten. Heute prüft Sie, ob Projekte und Verträge die rechtlichen Rahmenbedingungen einhalten und angemessen kalkuliert sind.

Frau Trini an ihrem Arbeitsplatz in der Robert Bosch Stiftung
Frau Trini an ihrem Arbeitsplatz in der Robert Bosch Stiftung

Auch Herr Nerl ist über eine Assistenz-Stelle in der Stiftung gelandet. Heute ist er Projektmanager des Deutschen Alterspreises. Er erzählt uns, dass er vor allem mit dem Projekt- und Veranstaltungsmanagement betraut ist und ihm zusätzlich einige administrative Aufgaben obliegen. Auch Dienstreisen stehen ab und an auf dem Plan. Beide Aufgabenbereiche sind unterschiedlich, klingen aber sehr vielseitig und spannend.

Auf die Frage, in welchen Bereichen der Stiftung GeisteswissenschaftlerInnen tätig sind, bekommen wir die Antwort „überall“, was uns überrascht und gleichzeitig sehr motiviert. Laut Tobias Nerl, arbeiten GeisteswissenschaftlerInnen in der Verwendungsprüfung, in den Themenressorts, der Kommunikationsabteilung, im Zentralbereich und im Veranstaltungsmanagement.

Für alle, die ihre Zukunft in der Stiftungsarbeit sehen, bietet die RBS immer mal wieder Hospitationen, Trainee-Stellen, Praktika oder auch studentische Hilfskraftstellen. Sollte man Interesse daran haben, ist es empfehlenswert, sich auf der Homepage der Stiftung kundig zu machen.

Der Blick von der Terasse des Robert Bosch Hauses
Der Blick von der Terasse des Robert Bosch Hauses

Am Ende unseres Interviews empfiehlt uns Herr Nerl, dass wir uns als GeisteswissenschaftlerInnen authentisch und bloß nicht unter Wert verkaufen sollten, da man im Studium „das analytische Handwerkszeug erlernt, das einem im Berufsalltag sehr viel weiterhilft“. Auch Frau Trini bestätigt, dass sicherlich immer wieder einige ein geisteswissenschaftliches Studium belächeln, man sich jedoch nicht unterkriegen lassen sollte und sich durch Praktika und Erfahrungen seinen Berufsweg so erarbeiten soll, wie es für einen selbst am Besten passt.

Die Atmosphäre in der Stiftung war freundlich und gelassen. Die Offenheit der beiden hat uns inspiriert.