wo-geist-schafft_hft-63

Einfach anfangen!

Von Lea Schuster und Dominik Sturm

Wir fühlen uns direkt willkommen, als wir am Dienstagmorgen um 9 Uhr das Büro von Eva Hrabal an der Hochschule für Technik in Stuttgart betreten. Die Referentin für Nachhaltige Entwicklung bietet uns sofort das Du an und wir kommen schnell über das Leben als GeisteswissenschaftlerInnen ins Gespräch. Gerade weil Eva Hrabal in Tübingen neben Rhetorik auch Philosophie studiert hat, interessieren wir uns, als Philosophiestudenten, ganz besonders für ihre Laufbahn.

Diese war nicht gerade geradlinig – ganz im Gegenteil. Dass sie einmal an der Hochschule für Technik als Referentin für Nachhaltige Entwicklung landen würde, war für sie selbst nicht ersichtlich. 
„Ich war während meines Studiums oft unsicher, ob das, was ich mache, das Richtige ist“, so Frau Hrabal. Doch ihr Auslandsaufenthalt an der University of Michigan in Ann Arbor half ihr weiter. Dort wurde sie angemessen gefördert und lernte, das Studium ernst zu nehmen. Aus diesem Grund würde sie auch jedem ein Auslandssemester ans Herz legen.

Obwohl ich ursprünglich gar nicht begeistert von der Idee war, in die USA zu gehen, war der Auslandsaufenthalt das Beste, was ich hätte machen können. Das war wirklich super!

Nach dem Studium probierte sich Eva Hrabal in verschiedenen Bereichen aus. Aufgrund ihrer Begeisterung für das Theater, absolvierte sie ein Praktikum in der Regie im Staatstheater in Stuttgart. Als studentische Hilfskraft war sie im Bereich Fundraising tätig. Darüber hinaus versuchte sie sich im Bereich Public Relations und schließlich folgte ein Volontariat bei der ÖkoMedia GmbH. Wie vielseitig Eva Hrabals Interessen sind, spiegelt sich eindeutig in ihrem kunterbunten Lebenslauf wider. 
„Man muss einfach anfangen“, rät uns Frau Hrabal. Ob es das Richtige ist, zeigt sich dann und ein Praktikum hier öffnet vielleicht die Tür für ein Volontariat dort.

Man sollte alles Mögliche ausprobieren, in jedem Fall nimmt man wichtige Erfahrungen mit, die einen weiterbringen.

Das geisteswissenschaftliche Studium hat Eva Hrabal sowohl im strukturierten, als auch im selbstständigen Arbeiten nach vorn gebracht. Dies sind Kompetenzen, die für ihre zahlreichen Aufgabenbereiche gefordert sind. Die Referentin hat einen sehr abwechslungsreichen Beruf, in dem sie u.a. das Studium Integrale betreut. Von der Gestaltung der Flyer über die Festlegung des Programmaufbaus, den Gesprächen mit den Vertretern der Studiengänge bis hin zur Lehre – das alles gehört zu ihrem konkreten Arbeitsalltag.

Sie bezeichnet ihre Stelle als sehr abwechslungsreich, herausfordernd und zukunftsträchtig. Und obwohl sie sehr zufrieden mit ihrer Arbeit ist, kann sich die junge Mutter dennoch vorstellen, noch ein weiteres Studium zu beginnen. Das Ende ihres beruflichen Werdegangs scheint noch nicht in Sicht zu sein. „Neugierig sein während des Studiums und neugierig bleiben“, das ist der Rat, den sie auch selbst befolgt.